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 Morbus Dupuytren,krumme Finger
  Sonntag, 05. Februar 2012
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WIE BEHANDELN


Fallbeispiel 1 / Die Krankheit spät und schwach
Fallbeispiel 2 / Früh, so etwa mit 30
Fallbeispiel 3 / Die minimalinvasive Nadelfasziotomie

Fallbeispiel 4 / mit Fingerschienen mechanisch die Beugung verhindern
Fallbeispiel 5 / Handschiene sofort nach OP




 

Fallbeispiel 1 / Die Krankheit spät und schwach

Morbus Dupuytren ist richtig hinterlistig, weil man nie, schon gar nicht vor einer Op, weiss, wie sie verläuft.
Hier kann man einen Fall sehen, wobei dem Betroffenen die Sache erst wieder einfiel, nachdem ich ihm meine Narben erklärt hatte. Der Patient ist 55 (2009) und meinte, dass er die Knoten schon schon viele Jahre hat, ohne eine Veränderung zu bemerken.

- Foto Fallbeispiel 1: Zum Verständnis zuerst ohne Markierung und dann mit.




- Foto Fallbeispiel 1: Hier ist der "leichte" Strang markiert.


- Erläuterung (Meine Meinung/*):
Hier handelt es sich um einen typischen Fall, wobei die Krankheit erst spät und leicht aufgetaucht ist und vermutlich einfach weiter schlummert, ohne Beschwerden zu verursachen. Eine merkbare Krümmung bzw. Streckhemmung gibt es nicht. Andere Körperteile, wie z.B. die Füße (Morbus Ledderhose) werden vermutlich auch später nicht betroffen.

- Mein Tipp dazu:
Den Knoten oder Strang beobachten. Mit einem Filzstift markieren, ein Millimetermaß oder Centstück daneben legen und auf Foto mit Datum festhalten. So lange keine Verschlimmerung auftritt, NIX tun. Falls es schlimmer wird, über eine Bestrahlung im quasi Frühstadium nachdenken.

Bzgl. der Füsse meine ich das Gleiche. So lange es nur kleine Knoten - an den Füssen treten quasi keine Stränge auf - sind, über eine Bestrahlung nachdenken.

- Merke:
Wenn die Krankheit im hohen Alter (ab Ende 40) auftritt, ist die Chance sehr groß, dass es nicht so schlimm wird, bzw. die Krankheit nicht weiter ausbricht.



Weitere Fragen können im Forum gestellt werden: zum Forum hier klicken.




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Fallbeispiel 2 / Früher Krankheitsausbruch, so etwa mit 30

Im Prinzip gilt das Gleiche wie im Fallbeispiel 1 (weiter oben). Allerdings, wenn man die Krankheit sehr früh bekommt - bei mir fing es mit 26 an und mit 33 kam ich nichtsahnend unters Messer - kann es doch schwerwiegender werden. Meistens sind dann gerne beide Hände und mehr oder weniger beide Füße mit erkrankt. Rezidive, also nach einer Operation wiederkehrende Symtome (Knoten und Stränge), die auch gerne schlimmer sind als die ersten, sind dann fast vorprogrammiert. Genau deshalb sollte man sich genau informieren, bevor man einer chirurgischen Operation zustimmt. Es gibt auch hier die Möglichkeit der Bestrahlung, um zwar nicht die Knoten oder Stränge zu entfernen, aber um das Fortschreiten der Krankheit zu bremsen. Und so lange noch keine Schmerzen aufgetreten sind, ist Bestrahlen wohl der einfachere Weg.
Das ist sowas wie Geschmackssache. Manche Patienten bemerken die Knoten gar nicht, manche hingegen, bekommen schon bei Miniknoten (siehe Fallbeispiel 1)Panik, und rennen sofort zum Arzt. Dabei kommt es gerne dazu, dass dieser sagt, "dass kann man operieren". Nicht wundern, aber tatsächlich ist das der Job vieler Ärzte. Umfragen haben aber gezeigt, dass der Doc sagt, "da warten wir mal ab bis es schlimmer wird und dann operieren wir".
Achtung: Diese Aussage des "Abwartens" ist zwar nicht unbedingt falsch, allerdings auch nur eine alteigesessene nach dem klassischen Vorgehen.
Wenn man zu lange wartet, kann folgendes passieren: Die Bänder (balloon: Im Gegensatz zu Türschanieren, werden die Scharniere der Fingerknochen nämlich mit Bändern und nicht mit Stahlbolzen gehalten.)und letztendlich die Knochen, leiden so unter der gekrümmten Stellung, dass ein Dauerschadeneintritt und der Finger nicht wieder ganz gerade wird.

Wichtig wie in Fallbeispiel 1, ist auch hier: Beobachten was passiert.

Größtes Problem hierbei:
Da die Krankheit irgendwie als unwichtig angesehen wird, kennt sie kaum jemand. Ich selbst habe den Namen Dupuytren das erste Mal bewußt erst nach der 3. Op wahrgenommen. Vorher war das für mich eine "Knubbeloperation", die man nebenbei macht.

Ergebnis meiner damaligen Unwissenheit:
Hand links Mitte 2009
- Vergrössern



Hand rechts Mitte 2009
- Vergrössern

fall3 hackenfingerbild + nadelfas

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Fallbeispiel 3 / Die minimalinvasive Nadelfasziotomie

Bei der PNF (= Perkutane Nadelfasziotomie) werden die Stränge - nicht die Knoten - durch das Bearbeiten mit einer Spritzennadel geschwächt und anschliessend mit zarter Gewalt durch strecken des Fingers quasi zerissen. Dies geschieht in einer etwa halbstündigen ambulanten Op unter örtliche Betäubung.

Zuerst eine Illustration, die den Vorgang zeigt:



es folgt Foto 2 von 4:



es folgt Foto 3 von 4:



es folgt Foto 4 von 4:



folgendes Foto: Der Strang wird mit einer Spritzennadel aufgedröselt.(Diese Szene ist nachgestellt.)




Folgend Fotos bzgl. eines echten Vorganges, 1 von 3:
Der Finger ziemlich krumm, vor der PNF.




Folgendes Foto, 2 von 3: Ein paar Tage nach Op.




Folgendes Foto, 3 von 3: Mehrere Tage nach Op.




Vor- und Nachteile der Nadelfasziotomie:

Vorteile:

  • Die PNF ist minimalinvasiv. Das heisst, der Eingriff selbst, schädigt den Körper nur sehr gering (Nadelstiche unter örtlicher Betäubung, anstatt entfernen des Gewebes mit Skallpell unter längerer Betäubung)


  • Durch den minimalinvasiven geringen Eingriff ist eine Wiederholung der Op normalerweise kein Problem.


  • Die Behandlung hat mit dem Grauen vor einer klassischen Op nichts zu tun.Im allgemeinen legt man sich nur ein paar Minuten mit Jeans und eigenem Hemd auf eine Liege und lässt es über sich ergehen.


  • Nach der Op könnte man rein theoretisch nach 3 Tagen schon wieder ins Büro gehen.


  • Die Schmerzen nach Op sind gering, im Vergleich zu sonstigen Verfahren. Mal die Behandlung mit Bestrahlung ausgenommen.


  • Evtl. spätere nervige (bild mit vrnarbung li5) Vernarbungen wie bei klassischen Op können nicht entstehen.


  • Das Trauma für den Körper ist geringer, so dass "neue" Stränge & Knoten scheinbar nicht enstehen ballon=Das Scheinbar bezieht sich auf meine Beobachtungen von Patientenaussagen.
Nachteile:
  • Die PNF wird im allg. nicht von der Krk anerkannt. Sie ist nicht im Leistungskatalog gelistet. Es gibt sie quasi gar nicht.


  • Es wird behauptet (weder von mir, noch von Patienten), dass die Methode nicht effektiv ist, da ja das Stranggewebe nicht entfernt wird, was zu mehr Rezidiven führen soll. Und sie gefährlich sei, weil der Operateur ja nicht sehen kann was er macht, und somit die Chance der Verletzung von Gewebe und Nerven sehr hoch sei (Meine Meinung dazu: die, die dieser Meinung sind, haben noch nie eine Operation, oder ein Messer in der Hand, gehabt.)


  • Unter anderem des eben genannten, gibt es nur 2 Hände voll Ärzte (pop), die diese Methode gerne durchführen.

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Fallbeispiel 4 / Fingerschienen & Hilfmittel

Wie auch mit der Krankengymnastik kann man das Krümmen eines Fingers ziemlich wirkungsvoll mit Fingerschienen verhindern.
der Trick ist einfach zu beschreiben: Hält man ein Körperteil lange genug in einer Stellung, so versucht der Körper dies beizubehalten. Man kann recht sicher davon ausgehen, dass der Fingerbiegeteufel vorzugsweise zuschlägt, wenn die Finger sich in gekrümmten Zustand befinden. Das ist vorzugsweise Nachts im entspannten Zustand der Fall. In der dann von Natur aus gekrümmten Fingerhaltung, kann die Zerknäulung des Gewebes ohne mechanische Gegenwehr fröhlich weiter arbeiten und den/die Finger krumm ziehen.

Eine professionelle Nacht-Fingerschiene ist hier der FixxGlove. Dieser verhindert, dass sich die Finger (3,4 und 5) über Nacht durch die Entspannung krumm legen und die Morbus die Finger weiter schnell krümmt.

Des weiteren ist der FixxGlove gerade nach der Operation geeignet, die Finger gerade zu halten, damit während der Wundheilung der Finger nicht in der gekrümmten Nachthaltung kurz nach Op wieder krumm wird.

Der FixxGlove ist erst im Jahr 2008 zur Serienreife gekommen. Er ist die einzige wirkungsvolle Fingerschiene in tageslichttauglicher Handschuhform und Nachts sehr angenehm zu tragen.

Gerne können Sie den FixxGlove hier bestellen. ...hier klicken.














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Krankengymnastik Fingerschiene Post Op

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